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Hypo-Pfandbriefstelle
emittiert in
der Schweiz 1,5 Mrd.-Franken-Anleihe
Franken-Jumbo aus Österreich
Österreichs Landeshypos nützen ein altes Vehikel,
um am internationalen Kapitalmarkt günstigere Konditionen
zu erhalten. Das Ergebnis ist ein Franken-Jumbo.
Wien. Die österreichischen Landeshypos setzen am Schweizer
Rentenmarkt neue Maßstäbe. Mit einem Volumen von 1,5
Milliarden Franken (rund 12,9 Mrd.S) bringen sechs Landeshypos
eine der größten Anleihen, die je in der Schweiz begeben
wurde, auf den Markt. Grösser waren nur eine österreichische
und eine italienische Staatsanleihe. Als Emittent fungiert die
Pfandbriefstelle der Landeshypos, die zwar bereits 1939 gegründet
wurde, aber zuletzt kaum noch genützt wurde. Das Papier verfügt
über einen Kupon von
3 3/8 Prozent, kommt mit einem Emissionskurs von 100,60 und einer
Laufzeit von 14.2.2000 bis 31.3.2005 und hat von Moody´s
das bestmögliche Aaa-Rating bekommen. Das Mandat für
die Durchführung der Emission wurde an die Credit Suisse
First Boston vergeben. Als Berater fungiert die Vorarlberger Landeshypo,
die den Franken-Jumbo auch konzipiert hat.
Vorbild für Yen
Die Landeshypos verwenden das Geld zur Refinanzierung der Franken-Kredit
ihrer Kunden. Daher auch die ungewöhnliche Laufzeit von fünf
Jahren plus 45 Tagen. "Die Anleihe wird mit dem 3-Monats-Libor
geswapt, der den Franken-Krediten zugrunde liegt", erklärt
der Treasury-Chef der Hypo Vorarlberg, Hannes Leitgeb. Von den
1,5 Milliarden gehen 400 Mio. an die Salzburger Hypo, 300 Mio.
nach Kärnten, je 250 Mio. in die Steiermark und nach Vorarlberg
sowie je 150 Mio. nach Tirol und zur Burgenland Hypo .
Platzierung erfolgreich
Durch die gemeinsame Aktion haben die Hypos ein Papier auf den
Markt gebracht, das auch international große Beachtung gefunden
hat. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen - an den Weltbörsen
herrscht Chaos - konnte am ersten Tag bereits ein Volumen von
einer Milliarde plaziert werden. "Das war nur durch ein exzellentes
Zusammenspiel aller beteiligten Institute möglich",
freut sich Leitgeb, der bereits an Nachfolge-Jumbos denkt. Interessant
seien vor allem Yen und Euro. Allerdings dürften Jumbos keine
Dauereinrichtung werden. Leitgeb: "Eine Riesenanleihe pro
Jahr ist genug".
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