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last update:
7/16/09

 
 

Hypo-Pfandbriefstelle emittiert in
der Schweiz 1,5 Mrd.-Franken-Anleihe

Franken-Jumbo aus Österreich

Österreichs Landeshypos nützen ein altes Vehikel, um am internationalen Kapitalmarkt günstigere Konditionen zu erhalten. Das Ergebnis ist ein Franken-Jumbo.

Wien. Die österreichischen Landeshypos setzen am Schweizer Rentenmarkt neue Maßstäbe. Mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Franken (rund 12,9 Mrd.S) bringen sechs Landeshypos eine der größten Anleihen, die je in der Schweiz begeben wurde, auf den Markt. Grösser waren nur eine österreichische und eine italienische Staatsanleihe. Als Emittent fungiert die Pfandbriefstelle der Landeshypos, die zwar bereits 1939 gegründet wurde, aber zuletzt kaum noch genützt wurde. Das Papier verfügt über einen Kupon von
3 3/8 Prozent, kommt mit einem Emissionskurs von 100,60 und einer Laufzeit von 14.2.2000 bis 31.3.2005 und hat von Moody´s das bestmögliche Aaa-Rating bekommen. Das Mandat für die Durchführung der Emission wurde an die Credit Suisse First Boston vergeben. Als Berater fungiert die Vorarlberger Landeshypo, die den Franken-Jumbo auch konzipiert hat.

Vorbild für Yen

Die Landeshypos verwenden das Geld zur Refinanzierung der Franken-Kredit ihrer Kunden. Daher auch die ungewöhnliche Laufzeit von fünf Jahren plus 45 Tagen. "Die Anleihe wird mit dem 3-Monats-Libor geswapt, der den Franken-Krediten zugrunde liegt", erklärt der Treasury-Chef der Hypo Vorarlberg, Hannes Leitgeb. Von den 1,5 Milliarden gehen 400 Mio. an die Salzburger Hypo, 300 Mio. nach Kärnten, je 250 Mio. in die Steiermark und nach Vorarlberg sowie je 150 Mio. nach Tirol und zur Burgenland Hypo .

Platzierung erfolgreich

Durch die gemeinsame Aktion haben die Hypos ein Papier auf den Markt gebracht, das auch international große Beachtung gefunden hat. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen - an den Weltbörsen herrscht Chaos - konnte am ersten Tag bereits ein Volumen von einer Milliarde plaziert werden. "Das war nur durch ein exzellentes Zusammenspiel aller beteiligten Institute möglich", freut sich Leitgeb, der bereits an Nachfolge-Jumbos denkt. Interessant seien vor allem Yen und Euro. Allerdings dürften Jumbos keine Dauereinrichtung werden. Leitgeb: "Eine Riesenanleihe pro Jahr ist genug".

 
     


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